Dezember: Weihnachten auf Teneriffa

 

Zu Beginn unserer Reise war Weihnachten kein Thema. 

Wir wussten, dass wir Weihnachten wohl nicht zu Hause in Hückeswagen verbringen werden. Da wir allerdings nicht zum ersten Mal über Weihnachten unterwegs sind, schien das nicht sehr schlimm. Das wir am Ende mit meiner Familie Weihnachten auf Teneriffa verbringen würden, war auch für uns eine große Überraschung. 

 

 

Alles fing damit an, dass meine Schwester mit ihrem Freund und dem gemeinsamen ersten Kind von Dezember bis Februar Elternzeit auf den kanarischen Inseln verbringen. Meinen Eltern war also klar, dass zwei von drei Kindern nicht in der Heimat sein werden, was die Geschichte ins Rollen brachte. Meine Mutter und mein Bruder entschieden sich mit den Anderen ein Haus über die Weihnachtstage auf Teneriffa zu mieten. Natürlich haben wir uns gefragt ob und wie wir mit unserem Bus nach Teneriffa kommen könnten. Nach kurzes Recherche fanden wir heraus, dass von Südspanien, ein paar Fährgesellschaften zu den Kanaren fahren. Leider befand sich das Fährticket nicht in unserem Budget. Die Idee verwarfen wir also erst mal wieder. Nicht desto trotz kreisten unsere Gedanken immer wieder um das Thema „Weihnachten auf Teneriffa“. Als dann mein Vater, meine Eltern sind geschieden, ebenfalls ankündigte, dass er Weihnachten dabei sein wird, bekam das Ganze erneut eine höhere Bedeutung. Schlussendlich sind Carsten und ich am 19. Dezember reich beschenkt und mit großer Vorfreude in Cádiz auf die 48 stündige Fähre nach Teneriffa gestiegen.

 

 

Auch die Adventszeit haben wir als eine ganz besondere Zeit empfunden. Natürlich ist die Vorweihnachtszeit in Spanien nicht zu vergleichen mit der in Deutschland, aber das macht es eben besonders. Statt nach Spekulatius und Lebkuchen haben wir uns auf die Suche nach spanischen Weihnachtsleckereien gemacht. In den Supermärkten lief seit Mitte November Weihnachtsmusik und so stolpert man auch über die ein oder andere Weihnachtssüßigkeit. Schnell erkannten wir, was für Deutsche Weihnachtsplätzchen sind, scheint für Spanier Turrón, eine Süßigkeit aus Mandeln, Honig, Zucker und Ei, zu sein. 

Zum ersten Advent wurde der Bus weihnachtlich geschmückt. Auf einer Wanderung haben wir ein paar Zweige und Pinienzapfen gesammelt, die mit wenig Bastelequipment und Kerzen weihnachtliche Gemütlichkeit erzeugten. Ein Schokoladen Adventskalender durfte nicht fehlen und so haben wir eher auf den 19. Dezember statt auf Heilig Abend hin gefiebert und täglich ein Türchen geöffnet. 

Die Temperaturen sind im Dezember rapide abgekühlt und die Tage wurden kürzer. Tagsüber waren es in der Regel über 15 Grad, aber die Nächte wurden zwischen 4 und 11 Grad, und das ohne Standheizung, recht kühl. Einige Abende haben wir in Decken gekuschelt Weihnachtsfilme geschaut oder nach Carstens Familientradition Weihnachtslieder von Rolf Zuckowski gehört. Dazu gab es manchmal sogar Glühwein.

 

 

Unsere Reise mit dem Bus uns das unerwartete Familientreffen auf Teneriffa hat das diesjährige Weihnachten zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Anstatt den ein oder anderen Weihnachtsstress haben wir eine entspannte Adventszeit in Südspanien erlebt. In Teneriffa angekommen wurde das Wiedersehen gefeiert und am Morgen des 22. Dezembers haben wir gemäß der spanischen Familientradition die Ziehung der Weihnachtslotterie „El Gordo“ verfolgt und natürlich mit eigenen Losen mitgefiebert. An Heilig Abend wurde dieses Jahr gewichtelt. Den erste Weihnachtstag haben wir am Strand verbracht, waren surfen und Abends wurde sommerlich gegrillt.

 

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