Mai: Zu Besuch in der Lebensgemeinschaft Tamera

Im Mai besuchten wir das Ökodorf und die Lebensgemeinschaft Tamera in Alentejo, nördlich der Algarve.

Das Friedenforschungs- und Ausbildungszentrum wurde 1995 von Deutschen gegründet. Heute leben und arbeiten auf dem 140 Hektar großen Gelände rund 200 Menschen aus verschiedenen Nationen. Primär ist das Streben nach einem friedlichen Zusammenleben zwischen Menschen, Tieren und Natur, das Streben nach Selbstversorgung und regionaler Energie- und Lebensmittelautarkie sowie das Streben nach freier Liebe - einer Liebe frei von Eifersucht, Angst und Gewalt.

 

Mein Großcousin Peter Koll ist Teil der kleinen Gruppe, die 1995 das Projekt ins Leben gerufen hat. Seitdem lebt und arbeitet er in Tamera. Obwohl wir uns nur einmal begegnet sind, konnte ich mich gut an ihn erinnern und so suchte ich den Kontakt auf unserer Reise durch Portugal. Wir verabredeten uns und verbrachten ein Wochenende in Tamera.

 

 

Da wir nicht die Einzigen sind, die Tamera kennenlernen wollen, gibt es in der Saison an jedem Samstag einen Tag der offenen Tür. Darüber hinaus werden Kurse und Ausbildungsprogramme für längerfristige Aufenthalte angeboten. Eine Führung über das Gelände ermöglichte uns einen ersten Eindruck. 

 

Luftansicht von einem kleinen Teil Tameras, Fotorechte: Tamera
Luftansicht von einem kleinen Teil Tameras, Fotorechte: Tamera

 

Da wir nicht die Einzigen sind, die Tamera kennenlernen wollen, gibt es in der Saison an jedem Samstag einen Tag der offenen Tür. Darüber hinaus werden Kurse und Ausbildungsprogramme für längerfristige Aufenthalte angeboten. Eine Führung über das Gelände ermöglichte uns einen ersten Eindruck. Vor allem die Wasser- und Sanitärversorgung, das „Solar Village“ und die Gärten beeindruckten uns sehr. Im Jahr 2007 wurde eine Wasserretentionslandschaft erbaut, was zu einer eigenen Wasserversorgung für Trink- und Brauchwasser führte. Regenwasser wird in angelegten Seen gespeichert, gefiltert und dann in Wasserleitungen gepumpt. Das Abwasser fließt durch Feuchtgebiete, in denen es gereinigt und anschließend in spezielle Beete und Wiesen entlassen wird, zurück in den Kreislauf, ein natürliches Klärwerk. Zusätzlich gibt es auf dem Gelände Quellen und Brunnen. Da Komposttoiletten verwendet werden, entsteht kein Schwarzwasser und der Wasserverbrauch wird immens verringert. Im „Solar Village“ liegt der Fokus auf der nachhaltigen Erforschung von Energietechnologien. Besonders die Solarküche ist für sonnenreiche Regionen wie Portugal ein interessantes Thema. Dabei werden Sonnenstrahlen über einen Spiegel gebündelt und die immense Hitze zum Kochen genutzt. Scheint die Sonne nicht kann man mit Biogas, welches durch Vergärung von Bioabfall in einer entsprechenden Biogasanlage hergestellt wird, kochen. Etwas über 50 % des Elektrizitätsbedarfs und das Warmwasser werden durch Solarenergie und Solarthermieanlagen gedeckt.

 

Die Solarküche im Einsatz. Fotorechte: Tamera

 

Unser Besuch in Tamera hat uns gezeigt, dass es eine Vielzahl an nachhaltigen Möglichkeiten für eine umweltfreundliche Lebensweise geben kann. Ein größeres Umweltbewusstsein und der nachhaltige Umgang mit unserem Planeten sollte für jeden von uns ein wichtiges Thema sein. Jeder Einzelne hat Einfluss darauf, wie zukünftige Generationen leben werden. Dabei sollte Umweltschutz weit über die Themen Recycling und Mülltrennung hinausgehen.

 

Für mehr Infos über Tamera: https://www.tamera.org

 

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